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In Kür­ze: Go First Dice – Beschäf­ti­gung mit dem Zufall, sei­ner Erzeu­gung, sei­ner Ver­wal­tung und im pri­va­ten Aus­tausch auch weit dar­über hin­aus. Ein fort­wäh­rend anre­gen­des Gespräch mit dem geschätz­ten Nach­barn Dani­el Herr­mann, wech­sel­sei­ti­ge Inspi­ration beim Erspü­ren der zu neh­men­den und der zu gewäh­ren­den Frei­hei­ten, gemein­sa­mes Ent­wi­ckeln und Umset­zen einer Idee.

Das öffent­li­che Ergeb­nis zeigt sich als mathe­ma­ti­sche Minia­tur der Hei­ter­keit: Unse­re Web-App zur Ermitt­lung einer Spiel­rei­hen­fol­ge für 2 bis 12 Spie­ler. Ein Wurf ist aus­rei­chend, um chan­cen­gleich eine Rei­hen­fol­ge zu erzeu­gen. Die­ser Auf­satz war Aus­gangs­punkt: Go First Dice for Five Play­ers and Beyond »

Nicht der Würfel wird komplizierter, der Raum wird größer 


Go First Dice für n Spieler
Ein einziger Wurf legt die Reihenfolge aller Spieler fest.
Jeder Spieler hat exakt dieselben Chancen für jeden Platz.

Go First Dice – das Prinzip

Das Ziel: Ein ein­zi­ger Wurf bestimmt den Start­spie­ler und die gesam­te Spiel­rei­hen­fol­ge. Jede Rei­hen­fol­ge soll gleich wahr­schein­lich sein.

Das Pro­blem: Wenn das Brot nicht für alle reicht, greift man eben zum Kuchen – und wenn drei Dimen­sio­nen nicht genü­gen, weicht man in höhe­re aus. Das geo­me­tri­sche Prin­zip bleibt erhal­ten. Das Sim­plex ver­all­ge­mei­nert Drei­eck und Tetra­eder auf belie­big vie­le Dimen­sio­nen. Sei­ne Ecken sind gleich­be­rech­tigt und ste­hen für die Spieler.

Der neue Kör­per: Für n Spie­ler dient ein regu­lä­res Sim­plex mit n Ecken in (n−1) Dimen­sio­nen als Grund­la­ge. Eine zufäl­li­ge Ori­en­tie­rung bestimmt die Höhen sei­ner Ecken; dar­aus ergibt sich die Spielreihenfolge.

Die Fair­ness: Bei gleich­ver­teil­ter Zufalls­ori­en­tie­rung sind alle n! Rei­hen­fol­gen gleich wahr­schein­lich. Des­halb star­tet jeder Wurf in einer zufäl­li­gen Lage.

Die Vor­schau: Die Gra­fik vor dem ersten Wurf ist nur eine ver­deut­li­chen­de Pro­jek­ti­on: Alle Ecken lie­gen auf einem Kreis, und jede ist mit jeder ver­bun­den. Sie ist kei­ne Aus­gangs­la­ge für den Wurf. Der beginnt immer in einer zufäl­li­gen Lage, so wie man einen Wür­fel eben auf­hebt, wie er gera­de liegt.

Gleich­stän­de: Glei­che Höhen sind geo­me­trisch zwar denk­bar, haben mathe­ma­tisch aber die Wahr­schein­lich­keit 0. Sie tre­ten somit fast sicher nie auf. Ein Stan­dard-Rech­ner (64-Bit) spei­chert etwa 16 Dezi­mal­stel­len. Ein Gleich­stand in die­ser Genau­ig­keit ist des­halb mög­lich, aber etwa so sel­ten wie zwei­mal hin­ter­ein­an­der sechs Rich­ti­ge im Lotto.

Der Fair­ness-Test: Er prüft, ob Ihr Rech­ner und Ihr Brow­ser für die­ses Modul geeig­net sind, also ob Zufalls­zah­len und Rech­nung sau­ber arbei­ten. Dazu wer­den 10.000 Wür­fe über den­sel­ben Code wie im Spiel und 1.000.000 Wür­fe in einer Kurz­form aus­ge­zählt. Bei fai­rem Ver­lauf liegt jeder Spie­ler annä­hernd gleich oft auf Platz 1, klei­ne Schwan­kun­gen sind nor­mal. Mel­det der Test »auf­fäl­lig«, wie­der­ho­len Sie ihn. Er ist eine Stich­pro­be und kein Beweis.

Hin­wei­se: Die Rang­lis­te ist nach Höhe sor­tiert, des­halb sin­ken die Wer­te dar­in von oben nach unten. Die Spie­ler­num­mer hat kei­nen Ein­fluss. Der Quell­code (Java­script) des Moduls liegt kom­plett kom­men­tiert inner­halb die­ses HTML-Doku­ments vor.

PS: Bis zu zwölf Spie­ler, über 479 Mil­lio­nen mög­li­che Rei­hen­fol­gen, ein ein­zi­ger Wurf.
Sim­plex vari­at, per­mu­ta­tio delec­tat: In höhe­ren Räu­men wird Viel­falt zur Einfachheit.

Un coup de dés jamais n’a­bol­i­ra le hasard.
»Das Unwäg­ba­re lässt sich nie­mals von einem Wür­fel­wurf auf­hal­ten, gar auf­he­ben.«
Sté­pha­ne Mall­ar­mé, in mei­ner Übertragung

Der Wür­fel­wurf geschieht stän­dig, und jeder ein­zel­ne ist doch nur ein end­li­cher, ein klei­ner Teil des ewi­gen »Wür­fel­wurfs«, einer Bewe­gung, die sich jeg­li­chem Zugriff grund­sätz­lich ent­zieht, ent­zie­hen muss – man kann unter die­ser Bewe­gung auch das Leben verstehen.

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