Kultur, Medien und Publikationen
Ich bin Guido Stemme und präsentiere Ihnen auf diesen Seiten meine Tätigkeit im Kulturbereich, meine Veröffentlichungen, mein Beratungsangebot.
Warum geht es mir dabei um Haltung? Der Mensch benötigt Haltung, um vom Sinn über die Bedeutung zur er- und gelebten Bedeutsamkeit zu finden. Dort beginnt Freiheit. So wird eine Offenheit – die man wohl auch einfach als Schwimmen im Unbestimmten bezeichnen könnte – zum wesentlichen Teil der Lebenspraxis.
Von der Konzeptkunst und dem Buch kommend, habe ich Ihnen ein paar Projekte zusammengestellt, die von diesem Thema handeln.
Lassen Sie uns gemeinsam erfahren, wie sich (und damit auch uns) Realität aus dem Korsett des Kalküls schält!
Ich freue mich, wenn Sie meine Handreichung als schöne Einladung verstehen.
Was Sie hier erwartet
Ich lasse Sie an meiner Beschäftigung mit den Phänomenen des Verstehens teilhaben.
Diese Einladung erfüllt mir zwei Aufgaben. Sie ermöglicht mir, meine Projekte öffentlich werden zu lassen, und sie ermöglicht Ihnen – zumindest hier und da –, den Phänomenen in konkreter Praxis zu begegnen. Immer wieder werden die Grenzen dinglicher Möglichkeiten touchiert, muss die Fortführung ins Virtuelle wechseln. So flicht sich ein Band, scheinbar lose Enden zeigen sich als Brücke.
So erfüllt die Einladung auch noch eine dritte Aufgabe. Um von Digitalisierung und Virtualisierung sprechen zu können, Erfahrung kommunizieren zu können, sollte man nicht nur mit Techniken der unmittelbaren Moderne vertraut sein. Es lohnt sich, auch um die Praxis komplett analoger Produktionsabläufe zu wissen.
Wir dürfen uns nichts vormachen. Vieles, was wir aktuell medial (auch auf Papier) zu fassen bekommen, ist im Regelfalle das Ergebnis eines Prozesses, der bereits (größtenteils) digital abläuft. Doch erst dann, wenn wir unmittelbar ans Analoge anknüpfen, können wir auch die dort zu findende Erfahrung nutzen.
Aus meinen Projekten
Die kleine Auswahl soll Sie neugierig machen. Als Anregung gedacht, setzt sie Bezüge zu Phänomenen und Fragen, die in diesen Arbeiten wirksam sind. Unter dem Navigationspunkt »Projekte« finden Sie einen Überblick.
Film
Das Kino der Chora
1974 legt die französische Denkerin Julia Kristeva mit 33 Jahren den Text La Révolution du langage poétique (dt. Die Revolution der poetischen Sprache) vor. Das von diesem Werk ausgehende Verstehen der Chora ist wesentlich und gründet fortan den Gedanken der Gleichheit der Menschen in unverrückbarer Tiefe.
La Révolution du langage poétique (dt. Die Revolution der poetischen Sprache)
Was ist unter der Chora zu verstehen?
Die Chora füllt unbestimmt den Raum. Sie ist Aufnehmende, ohne aufzunehmen. Sie ist das, was Form trägt, ohne selbst geformt zu sein. Eine Zwischenheit, ein vibrierender Schoß, ein weicher Widerstand. Platon nannte sie die dritte Gattung. Ich nenne sie das Pulsierende, das im Bild nicht aufgeht. Das Kino ist ihr eine Schwester. Es lebt, wo Dinge erscheinen, ohne sich offenbaren zu müssen.
Bitte nehmen Sie meine Einladung an und schauen die 20 Minuten Film zu diesem wesentlichen Thema.
137 mehr oder minder bedeutende Werke des Geisteslebens sollen an ein Mysterium der Physik anschließen.
Entwicklungen, Objekte, Texte
137 bzw. α
Auf der 27. Mainzer Minipressen-Messe (2025) habe ich eingeladen, zur Sache des Buches zu sprechen. In diesem Zusammenhange hatte ich einen Stand, an dem ich mein Projekt »Der Bücherschrank und die Zahl 137« präsentierte.
Was hat es mit der Zahl 137 auf sich?
Die Zahl 137 übt auf einige Menschen, insbesondere Physiker, einen Reiz aus, der sich schwer, der sich nicht erklären lässt. Der Mangel an Erklärbarkeit ist nicht unwesentlich ursächlich für diese Begeisterung (im wörtlichen Sinne). Um einen Bezug in die Welt des Buches zu setzen, habe ich über rund 6 Monate eine Auswahl von Büchern zusammengetragen, die sich gefunden haben, weil sie in einer Entsprechung stehen. Und diese Entsprechung ist ähnlich unverständlich wie die Bedeutung der 137 in der Physik. Und gerade diese Unverständlichkeit lässt uns das Thema »Buch« in neuer Tiefe erfahren.
Auf der Seite zum Projekt finden Sie meine begleitende Publikation im Format PDF. Ich bin gespannt, ob Sie durch die Lektüre Anregung erfahren.
Texte
Das geschlossene Element
»Sie und ich, wir sind jetzt hier. Ich schreibe, sie schreibt mich, wir beschreiben uns, schreiben uns in dialogischem Tasten. Die Welt ist Urheber. So finden wir durch die Art unseres Ausweichens aufeinander zu, begegnen uns.«
Worum geht es?
Dieser Essay untersucht, wie sich das Schreiben als Strategie einer Bewältigung anbieten kann. Der Text ermöglicht Begegnung, indem er eine Art Barriere schafft. So lässt er ein Bild (endlich) in seine Umdeutung finden. Eine neue Bedeutsamkeit scheint auf und wirkt in Gedächtnis und Erinnerung.
Es sind nur ein paar Seiten. Vielleicht hallt die Lektüre ja ein wenig nach.



